SEPA bringt Einheitlichkeit im Zahlungsverkehr

Die Einführung des Euros im Jahr 1999 war ein wichtiger Schritt zur Schaffung eines einheitlichen europäischen Wirtschaftsraums. In einem weiteren Schritt wurde im April 2012 ein einheitlicher europäischer Zahlungsverkehrsraum, der sogenannte Single Euro Payment Area - kurz SEPA - per EU-Verordnung beschlossen. SEPA löst die nationalen Zahlverfahren (Lastschriften und Überweisungen) in Deutschland ab und sorgt für eine europaweite Vereinheitlichung. Das bringt für den deutschen Verbraucher ab dem 1.2.2014 wichtige Umstellungen und Neuerungen mit sich, mit denen auch die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft umgehen muss.


Neuerungen durch SEPA


  • Ab 2014 sind für Inlandszahlungen und für grenzüberschreitende Zahlungen in Euro in die 32 Teilnehmerländer mittels Lastschrift und Überweisung nur noch SEPA-Produkte zu nutzen.
  • Anstelle der heutigen Kontonummern und Bankleitzahlen werden die IBAN (International Bank Account Number), eine international gültige Nummer für ein Girokonto, und der BIC (Business Identifier Code), also ein standardisierter Bank-Code gelten. Sie dienen der Kundenkennung. Die IBAN ist je nach Land unterschiedlich lang. In Deutschland erkennt man sie an ihren 22 Stellen. Sie besteht aus einem Länderkennzeichen - Deutschland führt DE - einer zweistelligen Prüfziffer sowie einem weiteren achtzehnstelligen Nummernblock, in den die bisherige achtstellige Bankleitzahl und die Kontonummer integriert werden.
  • Ab 2014 brauchen Privatkunden für SEPA-Inlandszahlungen nur die IBAN des Zahlungsempfängers anzugeben. Der BIC wird zunächst noch für grenz-überschreitende Überweisungen benötigt, ab 2016 ist die IBAN als Identifikation ausreichend.
  • Die übergangsweise Weiternutzung von Kontonummer und Bankleitzahl bei einer Inlandsüberweisung im Online-Banking oder per Überweisungsvordruck ist noch bis Januar 2016 möglich. Danach werden diese von den  Sparkassen und Banken kostenlos in die entsprechende IBAN umgewandelt. So bleibt den Verbrauchern ausreichend Zeit, sich auf die Neuerungen einzustellen.
  • Im SEPA-Lastschriftverfahren muss sich jeder Zahlungsempfänger, also auch die Stadtsiedlung Heilbronn GmbH,  eine Gläubiger-Identifikationsnummer zulegen. Sie wird von der Bundesbank vergeben. Die Gläubiger-Identifikationsnummer ist unabhängig von der konkreten Bankverbindung und identifiziert jeden Gläubiger innerhalb des gesamten Euro-Zahlungsverkehrsraums eindeutig. Die neuen Nummern betreffen nicht nur das Unternehmen selbst. Auch die Kunden erhalten neue Bankverbindungsnummern.
  • Für bereits bestehende Lastschrifteinzüge aufgrund einer Einzugsermächtigung müssen keine neuen SEPA-Lastschriftaufträge erteilt werden. Die bestehenden Einzugsermächtigungen bleiben weiter gültig.




Die Stadtsiedlung hat ihre Mieterinnen und Mieter im Juni 2013 über den geplanten Umstellungstermin informiert. Bestehende Mietverträge müssen nicht angepasst werden. Die schriftliche Einzugsermächtigung gilt weiterhin. Allerdings war diese seither bis auf Widerruf gültig, wiederkehrende SEPA-Aufträge sind hingegen maximal 36 Monate ab dem letzten Einzugsdatum nutzbar. Bei Neuverträgen mit Lastschriftzahlung wird die Stadtsiedlung um eine SEPA-Lastschrift bitten.


Weitere Informationen finden sich im Internet unter anderem auf: www.sepadeutschland.de

 
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