WTZ III mit DGNB-Zertifikat in Gold ausgezeichnet

Nur wenige Monate nach der Eröffnung des Wissenschafts- und Technologiezentrums (WTZ III) wird das Heilbronner Leuchtturmprojekt mit einem der höchsten Gütesiegel im Bereich Nachhaltiges Bauen ausgezeichnet. Die Zertifikatsverleihung fand auf der Expo Real statt.

 

v.l.n.r., vorne: Dr. Kati Herzog, Mitglied der Geschäftsleitung Bilfinger Bauperformance, Wiebke Cartelli, Senior Projektingenieurin Nachhaltigkeit und DGNB Auditorin, Bilfinger Bauperformance, Robert an der Brügge, Geschäftsführer Stadtsiedlung Heilbronn GmbH, Uwe Trumpp, techn. Projektentwickler, Stadtsiedlung Heilbronn GmbH, Stefan Hormuth, Bilfinger Hochbau GmbH, Niederlassung Karlsruhe,

hinten: Stefan Durst, techn. Projektentwickler, Stadtsiedlung Heilbronn GmbH, ‎Johannes Kreißig, Präsidiumsmitglied der DGNB, Dr. Christian Glock, Mitglied der Geschäftsführung, Bilfinger Hochbau GmbH, Oberbauleiter Karsten Kiefert, Bilfinger Hochbau GmbH, Wolf-Dieter Sprenger, Abteilungsleiter Projektmanagement, Stadtsiedlung Heilbronn GmbH

Robert an der Brügge, Geschäftsführer der Stadtsiedlung GmbH, durfte das DGNB-Zertifikat in Gold der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) entgegen nehmen. Die Übergabe erfolgte durch Johannes Kreißig (Präsidiumsmitglied der DGNB). Die Konformitätsprüfung wurde erfolgreich mit einem Gesamterfüllungsgrad von 76,7 Prozent abgeschlossen, das entspricht einem „sehr gut“ in diesem Bereich.

„Nachhaltigkeit ist ein wichtiger Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie“, so an der Brügge. „Das WTZ III ist ein Leuchtturmprojekt nicht nur für die Region, es hat auch eine Vorbildfunktion in Bezug auf ökologische Bauweise und Betrieb. Das beginnt beim Recycling-Beton und schließt viele weitere Kriterien ein, so z.B. die richtige Gebäudedämmung, die Anschlüsse für die Ladestationen von Elektroautos oder die mit einem neuartigen, integriertem Sonnenschutz versehene Glasfassade.“

Besonders der Einsatz von Recyclingbeton (RC-Beton) – rund 5.500 m3 wurden bei dem Gebäude verbaut – trägt nachhaltig dazu bei, den flächenintensiven Kiesabbau, den damit verbunden Eingriff in den Natur- und Landschaftshaushalt und das Transportverkehrsaufkommen zu reduzieren.

Grundlage für die Bewertung und Auszeichnung war u.a. die Erfüllung der Anforderungen, die sich aus dem EFRE-Antrag ergaben. Dazu gehörten z.B. die Schonung von Ressourcen durch geringen Energieverbrauch und die Nutzung regenerativer Energieträger. Daneben stellt die Konzeption von flexibel umnutzbaren Büroflächen einen Pluspunkt dar, da so die Nutzerbedürfnisse in hohem Umfang befriedigt werden können. Auch der Fokus des Bestandhalters wirkte sich positiv auf die Bewertung aus, da nicht nur Planung und Bau, sondern auch der Betrieb frühzeitig berücksichtigt wurden. So wurde z.B. bei der Fassadenplanung auf Reinigungsfreundlichkeit geachtet und eigens für das Gebäude eine Fassadenbefahranlage konzipiert.

Ebenfalls wurde die Kontrolle und Überwachung bzw die Optimierung der Energieverbräuche frühzeitig durch die Erstellung eines Mess- und Zählkonzepts berücksichtigt.

Das WTZ III wurde von der Europäischen Union – Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) – und dem Land Baden-Württemberg im Umfang von 9,2 Millionen Euro gefördert. Es handelte sich dabei um das größte Einzelprojekt der Förderperiode 2007-2013.

Das DGNB-Zertifikat bewertet das Objekt über den gesamten Lebenszyklus mit den Einzelkriterien ökologische, ökonomische, soziokulturelle und funktionale, technische und Prozessqualität sowie Qualität des Standortes. Es setzt auf eine ganzheitliche Gebäudebetrachtung, bei der rund 50 Kriterien in sechs Themenfeldern untersucht werden – das ist weltweit einmalig.

 
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